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#Female Pleasure: Eine preisgekrönte SRG-Koproduktion

Fünf Frauen, fünf Kulturen – Eine Geschichte. #Female Pleasure ist ein starker Film von einer starken Regisseurin über starke Frauen.

Darum gehts

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm #FEMALEPLEASURE. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstoßen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht.

#FEMALEPLEASURE ist ein Film, der schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann.

Der Trailer

SRG-Koproduktion

Sven Wälti ist Leiter der Abteilung Film der SRG und war zuständig für #Female Pleasure. Er hat uns erzählt, dass die SRG den Dokumentarfilm bereits in einem sehr frühen Stadium unterstützt hatte. Denn Sven erkannte früh das enorme Potenzial von #Female Pleasure.

Der Film ist hoch relevant, er rüttelt auf und zeigt ein erschreckendes Bild über die Unterdrückung der weiblichen Sexualität in allen Weltregionen.

Der Film lief bisher an den Festivals von Locarno (Locarno Festival), Leipzig (DOK Leipzig) und Amsterdam (IDFA). In Locarno gewann er den «Premio Zonta Club Locarno» in der Sektion «Semaine de la critique» und in Leipzig den Spezialpreis der interreligiösen Jury. Sehr erfolgreich ist er auch im Kino gestartet: In der Schweiz hatte er bis Ende November schon 20'000 Eintritte, in Deutschland und Österreich weitere 60’0000.


Wie geht das eigentlich genau mit der Filmförderung bei der SRG?


Doris Wagner zu Besuch bei SRF Sternstunde Religion

Doris Wagner war neunzehn als sie sich entschloss, Nonne zu werden. Die Hoffnung auf ein erfülltes Leben in der frommen Gemeinschaft stellte sich bald als Illusion heraus. Über Jahre wurde Wagner von einem Priester sexuell missbraucht. Sie ist eine der Frauen, die im Film «#Female Pleasure» über ihren Kampf für sexuelle Selbstbestimmung sprechen. In der Sternstunde Religion diskutiert sie zusammen mit Barbara Miller, der Regisseurin des Filmes, sowie der Religionswissenschaftlerin Anna-Katharina Höpflinger über den weiblichen Körper als Schlachtfeld der Religionen. Das Gespräch leitet Amira Hafner-Al Jabaji.


Text: Female Pleasure/jm
Bild: Female Pleasure

Bild Autor*in Autorin Jasmin Macho
Jasmin (24) absolviert gerade ein sechsmonatiges Praktikum bei SRG Insider. Davor hat sie Kommunikationswissenschaften an der Universität Zürich studiert. Sonst schaut sie am liebsten den Flugzeugen im Himmel nach oder plant ihre nächste Reise in ein fernes Land.
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Jasmin Macho
Tags: frauen schweizerfilm

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