Programmtipps

«Einstein»: Fake News in Corona-Zeiten

Fake oder Fakt? Das ist manchmal gar nicht so einfach festzustellen. Denn Falschnachrichten boomen – gerade in Corona-Zeiten. Vielleicht hat sich auch schon der eine oder andere manipulierte Inhalt in deine Timeline auf Social Media geschlichen – ohne dass du es gemerkt hast. Unsere Gspändli von «Einstein» erklären dir, wie du falschen Bildern mit ein paar simplen Tricks auf die Schliche kommst.

Kathrin Hönegger rätselt auf einem Tablet, ob es sich um Fake News oder wahre Nachrichten handelt

Wenn gegen Fake News nichts unternommen wird, können diese ziemlich rasant ein Eigenleben entwickeln und wuchern dann zu abstrusen Verschwörungstheorien aus. Die Faktenchecker sind immer mehr gefordert. Aber woher kommen diese Fake News eigentlich und wie können wir sie beseitigen? «Einstein»-Moderatorin Kathrin Hönegger war «gwundrig» und ist der ganzen Sache nachgegangen. Dafür hat sie Passanten durch einen Fake-News-Check am anderen geschickt und sich mit einigen Expertinnen und Experten unterhalten.

Boomende Fake News

Das Problem der Falschnachrichten beschäftigt nicht nur die Medien, sondern auch die Forschung. Und die zeigt: es gibt grosse Länderunterschiede im Umgang mit Fake News. Kommunikationswissenschaftler/innen der Universität Zürich untersuchen nämlich die internationale Fake-News-Lage in Corona-Zeiten und haben herausgefunden: Je polarisierter das politische und mediale System, desto anfälliger wird ein Land für kursierende Falschinformationen. Das «Einstein»-Team hat mal kurz auf die Studienresultate geguckt.

Zudem besucht Kathrin einen der grössten Faktenchecker im deutschsprachigen Raum und erfährt, welchen Eskalationsweg Corona-Falschnachrichten in den letzten Monaten durchlaufen haben und wie dagegen vorgegangen wird. Kleiner Spoiler: Falsche Informationen werden mit Fakten bekämpft.

«Hybrid Fakes»

Kathrin trifft sich zudem mit einem Gspändli vom Netzwerk Faktencheck bei SRF: Matthias Heller kennt sich nämlich aus mit kniffligen Inhalten. Er gibt Einblick, welche Tools bei SRF verwendet werden, um die Echtheit von Bildern abzuchecken. Sogenannte «Hybrid Fakes» – also Fotos, die in einem falschen Kontext verwendet werden – tauchen immer wieder auf.

Grundsätzlich sind wir bei SRF sehr vorsichtig und posten lieber mal etwas nicht, statt im Nachhinein sagen zu müssen, dass wir uns geirrt haben.

Matthias Heller, Netzwerk Faktencheck bei SRF

«Deep Fakes»

Ein Bild reicht, um daraus ein manipuliertes Video zu machen: Wie Forschende der EPFL versuchen dagegen anzukommen? Mit künstlicher Intelligenz – ausgerechnet der Technologie, die «Deep Fakes» erst möglich macht. Ein Crack kann mithilfe von künstlicher Intelligenz in wenigen Minuten ein beliebiges Foto zum Leben erwecken und es komplett fernsteuern. Und diese «Deep Fakes» werden immer besser.

Noch vor etwa sechs Monaten waren ‹Deep Fake›-Videos recht schnell zu entlarven. Heute ist das schon viel schwieriger.

Touradj Ebrahimi, Forscher EPFL


Schau dir für noch mehr Insights die ganze «Einstein»-Sendung an:


Weitere Infos zum Thema «Fake News» gibt's übrigens auch bei unseren Gspändli von «SRF my School». Sie zeigen dir, wie du Falschnachrichten erkennen kannst. Und das Team von «Echo der Zeit» erzählt dir im Podcast «Die raffinierte Lüge», weshalb wir so anfällig sind auf manipulierte Informationen.


Text: SRF/SRG Insider
Bild: Screenshot SRF

Tags: einstein Fakenews glaubwürdigkeit journalismus programmtipp

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