Öpis mit Medie

«Öpis mit Medie»: Was macht ein/e «DOK»-Filmer/in?

Wie wird man eigentlich «DOK»-Filmer/in bei SRF? Wie die Berufsanforderungen aussehen und wie du den Einstieg schaffst, verraten dir «DOK»-Filmerin Andrea Pfalzgraf und Redaktionsleiterin Belinda Sallin in unserem Video.

Andrea Pfalzgraf unterwegs an einem Dreh in New York

Geschichten, so einzigartig wie das Leben, hautnah erzählt.

Jede Woche erzählt «DOK» solche Geschichten. Von Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, über Natur, Abenteuer oder Zeitgeschichte – der Themenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Die Beziehungsarbeit

«Öpis mit Medie» heisst auch immer «Öpis mit Mensche» zu machen. Denn die Beziehungsarbeit ist ein elementarer Bestandteil im Jobprofil einer «DOK»-Filmerin, sagt Andrea Pfalzgraf. Auch Belinda Sallin bezeichnet das Verhältnis von Nähe und Distanz zu einem Protagonisten als etwas vom Schwierigsten. Deshalb sei es sehr wichtig, dass die Protagonisten bereits im Vorfeld wissen, was von ihnen am Fernsehen gezeigt wird. «Je intimer eine Geschichte ist, desto mehr haben die Protagonisten das Recht, den Film bereits vor der Ausstrahlung zu sehen» lautet das Credo der Redaktionsleiterin «DOK» Eigenproduktionen, Belinda Sallin.

Der Umgang mit Protagonisten

Andrea Pfalzgraf erkundigt sich deshalb schon beim Casting der Protagonsiten, ob ihnen bewusst ist, dass sie am Tag nach der Ausstrahlung von TV-Zuschauern beim Einkaufen erkannt werden. Gerade bei privaten Geschichten sei ihnen wichtig, dass sie nicht gegen die Protagonisten arbeiten, sondern eine Lösung finden, mit welcher auch die Protagonisten einverstanden sind.

Ein Honorar bezahlt SRF «DOK» den Protagonisten nicht, nur die Spesen werden entschädigt. Es komme aber auch vor, dass ein Dreh nicht am Wochenende oder am Abend stattfindet und sich ein/e Protagonist/in für einen Dreh frei nehmen muss, sagt Andrea. Dann könne auch mal ein Ausfallhonorar für die berufsbedingten Umstände entrichtet werden. Manchmal melden sich auch Personen bei SRF «DOK», weil sie auf eine Entschädigung für einen Dreh hoffen. Das seien dann aber selten diejenigen Menschen, die wirklich eine Geschichte zu erzählen haben.

Die Suche nach Protagonisten

Für die Suche nach Protagonisten hat «DOK»-Filmerin Andrea Pfalzgraf eigens ein Facebook-Profil eröffnet. Protagonistenaufrufe postet sie aber öfters auch in einschlägigen Foren und deponiert diese bei Selbsthilfegruppen oder in Schulen. Wichtig sei dabei auch immer, mit möglichst vielen Leuten zu sprechen und im Bekanntenkreis auf die Suche aufmerksam zu machen.

Hast du eine spannende Geschichte zu erzählen oder kennst jemanden, der eine eigene «DOK»-Sendung verdient hat? Dann melde dich gerne über das Kontaktformular von SRF «DOK».


In unserer Veranstaltungsreihe «Öpis mit Medie» stellen wir dir in regelmässigen Abständen die vielseitigen Berufe bei SRF, tpc und der SRG vor. Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, zwischen 18 und 34 Jahren, die in den vorgestellten Berufen Fuss fassen möchten.

Eine Auflistung aller Berufe, die wir bereits unter die Lupe genommen haben findest du in unserer «Öpis mit Medie»-Übersicht.


Video 1: Roman Lauer
Video 2: SRF DOK
Foto: Andrea Pfalzgraf
Text: SRG Insider

Tags: dok dokumentarfilm medienberuf srfdok

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