Behind the Scenes

«Der Traum ist immer die nächste Geschichte»

Was macht eigentlich ein Redaktor oder eine Redaktorin beim «Kassensturz»? Im Rahmen der SRG.D-Themenwoche haben wir die «Kassensturz»-Redaktorin Marianne Kägi*, die «schon immer mehr über Menschen erfahren» wollte, bei ihrer Arbeit begleitet. Im ersten Teil erfährst du, wie sie zum «Kassensturz» gekommen ist.

SRG.D: Marianne Kägi, als «Kassensturz»-Redaktorin hast du einen anspruchsvollen Job – du bist jeweils von A bis Z für einen Beitrag zuständig. Wolltest du schon immer Journalistin werden oder hattest du ursprünglich einen ganz anderen Berufswunsch?

Marianne Kägi: Journalistin zu werden, war bereits mein Mädchentraum. Ich habe immer schon geschrieben und Interviews gemacht und wollte mehr über Menschen erfahren. Als ich dann herausgefunden habe, dass man sozusagen beruflich Fragen stellen und Antworten bekommen kann, war für mich klar: Das ist mein Ziel.

Wie kam es denn dazu, dass du tatsächlich Journalistin geworden bist? Welche Ausbildung hast du absolviert?

Ich habe zuerst ein Studium der Medien- und Sprachwissenschaften begonnen. Der Grund dafür war, dass die Aufnahmeprüfungen für die Ringier Journalistenschule nur alle zwei Jahre durchgeführt werden. Das war mein Traum, Ich habe auch damals schon in der Freizeit geschrieben, zum Beispiel Konzertberichte, und auch meine Studien-Fächer waren auf Journalismus ausgerichtet.

Der Traum hat sich erfüllt, ich erhielt einen der 16 Ausbildungsplätze. Die Journalistenschule umfasste eine Ausbildung in Print-, Online-, Radio- und Fernsehjournalismus mit je einem bezahlten Praktikum.

Wie bist du schliesslich bei Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) gelandet?

Ich bin jetzt seit elf Jahren bei SRF. Ursprünglich hätte ich mein Fernsehpraktikum auf der Redaktion von RTL/ProSieben-Schweiz absolvieren sollen, deren Schweizer Programmfenster wurde jedoch genau zu diesem Zeitpunkt eingestellt. Wie es der Zufall wollte, besuchte ich zu der Zeit gerade eine Fernsehausbildung bei SRF. Der Kursleiter organisierte mir spontan ein Praktikum auf meiner Wunschredaktion «10vor10». Von dort bin ich dann schliesslich zu «Kassensturz» gelangt.

Wie bist du überhaupt zu «Kassensturz» gekommen? Warst du beim Thema Konsum schon immer hellhörig oder geschah dies eher zufällig?

Ich wollte zur «Kassensturz»-Redaktion, weil ich gemerkt habe, dass mich deren Arbeit interessiert. Zuerst habe ich aber als Reporterin beim Sonntagsblick gearbeitet, bis ich dann vom damaligen «Kassensturz»-Chef das Angebot bekommen habe, eine Stage bei seiner Sendung abzuschliessen.

Mich interessieren die Kassensturz Themen sehr. Vor allem, dass wir hinter die Fassade blicken können, die Geschichte hinter einem Produkt erzählen. Wenn ich zum Beispiel im Laden Trutenfleisch kaufe, will ich wissen, woher das kommt und wie die Tiere leben. Dann möchte ich mir das anschauen und den Zuschauern auch so aufzeigen können.

Wie geht’s weiter? Welche Herausforderungen im journalistischen Bereich willst du in Angriff nehmen? Welche Träume hast du?

Der Traum ist immer die nächste Geschichte. Das sind zuerst Ideen, die ich umsetzten darf und die dann zu einem Film werden.

* Marianne Kägi (37) studierte Medien- und Sprachwissenschaften in Basel und besuchte die Ringier-Journalistenschule in Zofingen. Sie arbeitet seit 2003 beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) als Redaktorin beim «Kassensturz» und wurde 2012 für den CNN-Journalistenpreis nominiert.

Interview: SRG.D/Viviane Aubert
Bild: SRG.D/Jasmin Rippstein

Tags: interview kassensturz themenwoche

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