«Kurz erklärt»: So versorgt die SRG Stadt und Land

Ob im Ferienhaus in den Bergen oder in der Stadt – das Sendernetz der SRG macht’s möglich, dass ihr auch dort die Radio- und Fernsehprogramme der SRG empfangen könnt. Damit der Empfang auch weiterhin so gut bleibt wie er ist, gibt es bei der SRG eine eigene Technik- und Planungsabteilung.

In der Schweiz gibt es diverse Möglichkeiten, das Fernseh- und Radioprogramm zu empfangen: Über Satellit, Antenne, über das Internet via Streaming-Dienste, über eine Digital-TV-Box oder über einen lokalen Anbieter via Kabel. Somit ist eine fast 100-prozentige Versorgung der Haushalte in der Schweiz garantiert. Um alle diese Kanäle mit einem Signal versorgen zu können, gibt es bei der SRG eine eigene Technikabteilung. Die SRG produziert nämlich nicht nur Programme, sondern ist auch für deren Verbreitung und das Antennen-Netz zuständig. Für die terrestrische (erdnahe) Verbreitung der Radioprogramme unterhielt die SRG im Jahr 2014 rund 1050 und für die Fernsehprogramme rund 230 Sendeanlagen. Eine dieser Sendeanlagen ist beispielsweise auch auf dem Fernsehturm des Uetlibergs zu finden.

Grundversorgung über DVB-T-Netz

Vor allem in weniger dicht besiedelten Gebieten empfangen einige Haushalte die Fernsehprogramme über DVB-T («Digital Video Broadcasting – Terrestrial»), sprich über eine Aussenantenne. 2003 wurde der SRG im Auftrag des Bundesrates eine Konzession für die Erstellung und den Betrieb einer ersten digitalen Senderkette (DVB-T) erteilt. Die Installation der schweizweiten Sendeantennen wurde bis 2007 erfolgreich abgeschlossen. Die SRG strahlt über DVB-T nicht in HD-Qualität aus – dies wäre technisch zwar möglich, aber nicht wirtschaftlich. Das DVB-T- Netz in der Schweiz fungiert daher in gewissem Sinne als Absicherung für den Fall, dass der Empfang über Satelliten oder Kabelnetze aus technischen, rechtlichen oder politischen Gründen verunmöglicht sein sollte. So hätte man theoretisch auch auf dem Matterhorn Fernsehempfang. Nur gerade 4% der Nutzer empfangen das DVB-T-Signal über eine Antenne.

Bester Empfang über Satellit (DVB-S)

Dank dem DVB-T-Netz können auch abgelegene Orte in Bergregionen die Programme der SRG empfangen, denn oft sind solche Gebiete nicht mit Kabelleitungen erschlossen. Da DVB-T in der Schweiz vergleichsweise wenig Nutzer hat, empfangen viele Zuschauer, speziell in ländlichen Regionen, die SRG-Programme via Satellit. Das Signal wird dabei über eine aussenliegende Satellitenschüssel aus dem Weltall empfangen – und dies in HD-Qualität. Der Grund, dass überhaupt ein Signal vom Himmel kommt heisst EUTELSAT HOT BIRD 13D, so der Name des Satelliten, welcher Europa – und damit auch die Schweiz – mit einem DVB-S-Signal versorgt.

Die meisten nutzen Kabelfernsehen (DVB-C)

Die meisten Schweizer Fernsehhaushalte empfangen Radio- und Fernsehprogramme über Kabel. Das Angebot richtet sich nach den – privatrechtlich organisierten – Kabelnetzbetreibern.Die Kabelnetzbetreiber empfangen die Fernseh- und Radioprogramme von terrestrischen Sendern, von Satelliten oder übernehmen die Signale direkt von einem Fernsehstudio. Die so empfangenen Signale werden aufbereitet und über das Kabelnetz in die Haushalte transportiert.

Text: Lorenz Zahler / SRG
Quellen: SRGSSR, BAKOM, Broadcast.ch, AVguide
Bild: Copyright Mark Howells-Mead (Empfang bis ins letzte Tal: Eine Sendeanlage in der Gemeinde Guttet-Feschel im Wallis)

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