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Experimentierfreudig und konstruktiv kritisch – die PK der SRG Zürich Schaffhausen

Bei der SRG Deutschschweiz gibt es sechs Programmkommissionen (PK). Diese begleiten und beurteilen Sendungen und Beiträge von SRF aus und über ihre Region. Eine davon ist die Programmkommission der SRG Zürich Schaffhausen. SRG Insider hat PK-Leiter Riccardo Pozzi (Bild) zu seiner Arbeit befragt und stellt dir einige der PK-Mitglieder vor.

SRG Insider: Wie setzt sich die PK SRG Zürich Schaffhausen zusammen? Was für Personen sind in der PK aktiv?
Riccardo Pozzi: Unsere PK ist ein gelungener Mix von verschiedenen Personen: Ältere und jüngere Mitglieder, Frauen und Männer, schriftlich versierte und eloquente, SRF-nahe und -ferne, politisch tätige und parteilose, ehemalige Journalisten und medial Unerfahrene. Nur mit einem so vielfältig besetzten Gremium lässt sich näherungsweise nachbilden, wie die Zuschauer- und Zuhörerschaft die Programme von SRF erlebt.

Wie unterscheidet sich die Programmkommission SRG Zürich Schaffhausen von den PKs der anderen Regionen? Gibt es überhaupt Unterschiede?
Grundsätzlich haben alles PKs dieselben Aufgaben. Jede PK hat jedoch ihre bevorzugte Ausrichtung. Während die einen stark auf das Regionaljournal fokussieren, haben andere ein besonderes Augenmerk auf die Kultur. Die PK der SRG Zürich Schaffhausen hat den Vorteil, dass zwei Hauptstandorte der SRG in ihrem Sendegebiet liegen. Unsere Meetings finden meist im Studio Zürich Brunnenhof oder im Studio Zürich Leutschenbach statt. Das gibt uns die Gelegenheit, einen persönlichen Kontakt zu verschiedenen Machern zu pflegen und ihre Arbeiten über Jahre hinweg «konstruktiv kritisch» zu begleiten. Und wir sind experimentierfreudig – aber dabei stehen uns die anderen Programmkommissionen nicht nach.

Du bist nicht nur PK-Leiter, sondern auch Publikumsrat der SRG Deutschschweiz. Welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen diesen beiden Tätigkeiten?
In der Programmkommission richten wir unsere Beobachtungen auf die Berichterstattung aus unserer und über unsere Region aus, während der Publikumsrat sich die überregionalen Sendungen für die Deutschschweiz ansieht und anhört. Der Publikumsrat ist für die Macher sicher das «gewichtigere» Gremium, besteht es doch aus über 25 Mitgliedern und tagt monatlich einen halben Tag lang. Die PK ist schlanker und dadurch in meiner Interpretation auch wendiger. Bei meinem Amtsantritt habe ich mich dafür eingesetzt, dass die PK konsequent die regionale Brille aufsetzt, damit es kein Durcheinander mit dem überregional ausgerichteten Publikumsrat gibt. Die anfänglich befürchtete Einschränkung auf die Region hat sich aber in keiner Weise negativ ausgewirkt. Vielmehr sind wir durch die Fokussierung auf ganz neue Beobachtungsideen gekommen. Dass ich gleichzeitig im Publikumsrat mitwirke, ist nötig, um die Beobachtungen der beiden Gremien aufeinander abzustimmen.

Im «echten» Leben bist du promovierter Physiker und in der Energiewirtschaft tätig. Wie bist du überhaupt dazu gekommen, dich nebenbei als Publikumsrat und PK-Leiter zu engagieren?
Vor über 10 Jahren war ich in der SRG-Sendernetzplanung für die digitale Programmverbreitung tätig. Damals habe ich immer zum Programm rüber geschielt, weil mich dieses faszinierte. Es hat dann die Distanz zur SRG gebraucht - ich wechselte in die Energiewirtschaft -, um mich bei der PK zu bewerben. Und in diesem Moment hat es mir den Ärmel reingezogen. Ich mag es, Sendungen zu beobachten und den Programmschaffenden Feedback auf ihre Arbeiten zu geben. Man kann, wenn man es konstruktiv und differenziert macht, durchaus auch handfeste Kritik anbringen, die bei den Machern ihre Wirkung entfalten kann.


Wer sonst noch in der PK SRG ZH SH sitzt? Hier lernst du einige Gesichter kennen.


«Klar könnte ich Radio und Fernsehen nur konsumieren – aber das ist nicht meine Art. Ich möchte hinter die Kulissen schauen und mitreden. Darum engagiere ich mich in der PK. Zudem profitiere ich als Mitglied von wertvollen Weiterbildungen.»

Brigitte Meier, Kloten


«Seit drei Jahren bin ich Mitglied in der Programmkommission und gebe dort den jüngeren Zuschauern und Zuhörern eine Stimme. Ich engagiere mich dafür, dass SRF mit hochwertigen, innovativen und selbst entwickelten Sendungen stets «bi de Lüt» ist und auch bleibt und seiner Aufgabe als wichtiger Meinungsbildner gerecht wird. Die Mitarbeit in der Programmkommission ermöglicht mir den direkten Austausch mit den Sendungsmachern und den exklusiven Einblick in deren journalistische Arbeit.»

Isabelle Lüchinger, Winterthur


«Ich habe längere Zeit im Ausland verbracht und miterlebt, wie wichtig Medienvielfalt und ein unabhängiges Fernsehen und Radio für die Bevölkerung sind. Die SRG liefert mir fundierte Informationen, spannende Unterhaltung und hochwertige Kultur in einer Qualität, die für mich typisch für die Schweiz ist. Damit dies so bleibt, beteilige ich mich aktiv und mit Überzeugung in der Programmkommission und im Publikumsrat.»
Stefan Z‘Graggen, Ottenbach


Weiterführende Links:

Mehr über die PK SRG Zürich Schaffhausen erfahren

Mehr über die Arbeit der Programmkommissionen im Allgemeinen erfahren

Interview: SRG.D/Jasmin Rippstein
Bilder: SRF/Oscar Alessio; zVg.

Tags: programmkommission srgdeutschschweiz

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