Service public

Was ist eine Programmkommission?

Bei der SRG Deutschschweiz (SRG.D) gibt es in jeder der sechs Mitgliedgesellschaften* eine Programmkommission. Diese begleiten und beurteilen regionale Sendungen und Beiträge von SRF. Was aber ist eigentlich eine Programmkommission? Welche Aufgaben hat sie? Wie arbeitet sie? Und wie wird man Mitglied bei der Programmkommission? Wir erklären es dir!

Die SRG Deutschschweiz hat die Aufgabe, zusammen mit ihren sechs Mitgliedgesellschaften das Unternehmen SRG in der Deutschschweizer Gesellschaft zu «verankern». Das heisst, die SRG.D nimmt Anliegen der Bevölkerung auf, bringt sie ins Unternehmen ein und schafft somit Nähe zwischen dem Publikum und den Machern.

Um diese Aufgaben zu erfüllen, gibt es unter anderem den Publikumsrat und in jeder der sechs Mitgliedgliedgesellschaften je eine Programmkommission (PK).

Welche Aufgaben haben die Programmkommissionen?
Die Programmkommissionen beobachten, begleiten und beurteilen Sendungen von SRF, aber auch das Online-Angebot und nehmen so Einfluss auf deren Ausrichtung und Qualität. Im Fokus der Beobachtungen stehen hauptsächlich Radio- und Fernsehsendungen mit regionalem Bezug – insbesondere natürlich die Arbeit der Regionaljournale.

Wie arbeiten die Programmkommissionen?
Mit vorher festgelegten Beobachtungsaufgaben und -kriterien beobachten die Kommissionsmitglieder regelmässig ausgewählte SRF-Sendungen und –Beiträge, die aus ihrer oder über ihre jeweilige Region berichten. Oft orientieren sich die Programmkommissionen dabei an Vorgaben und Erhebungskriterien, die auch SRF-intern gelten. Zentral bei der Arbeit ist vor allem der direkte Austausch mit den Programmschaffenden.

Denn: Nach der Beobachtungsphase treffen sich die Kommissionsmitglieder mit den SRF-Programmschaffenden und besprechen mit ihnen die Beobachtungen, d.h. Kritikpunkte, aber natürlich auch Dinge, die positiv aufgefallen sind. Insgesamt gibt es pro Jahr ungefähr sechs bis acht solcher Sitzungen.

Was geschieht mit diesem Feedback?
Die Programmkommission ist ein konsultatives Gremium. Das heisst, sie hat gegenüber den Programmverantwortlichen und Programmschaffenden keine Weisungs- oder Entscheidungsbefugnis. Der Einfluss der PK-Mitglieder auf die Programmgestaltung beschränkt sich somit auf Feststellungen und Anregungen. Nichtsdestotrotz wird das Feedback der Programmkommissionen von der SRF-Machern sehr geschätzt. Und je überzeugender die Argumente der Kommissionsmitglieder ausfallen, desto mehr Wirkung erzielt das Feedback bei den SRF-Journalisten. Oftmals fallen den Mitgliedern auch Dinge auf, die die Programmschaffenden selbst nicht wahrnehmen.

Wie wird man Mitglied bei der Programmkommission?
Um Mitglied in einer der sechs Programmkommissionen zu werden, muss man zuerst SRG-Mitglied in der entsprechenden Region werden. Für die Mitarbeit in der PK besonders geeignet sind Personen, die sich für einen erfolgreichen Service Public engagieren wollen und die ihre Meinung über SRF-Sendungen differenziert auszudrücken vermögen. Dann gehört auch noch etwas Glück dazu, dass gerade ein Sitz in der PK der eigenen Region frei wird. Jüngere Leute jedoch sind stets gesucht und gefragt. Denn: Das Programm von Schweizer Radio und Fernsehen soll alle Altersgruppen ansprechen – also auch die junge Generation!

Mehr über die Programmkommissionen erfährst du auf den Websites der Mitgliedgesellschaften oder im LINK-Bericht «Wir sind nicht einfach ein Fanclub» (erschienen im LINK 1 / 2013)

Zur Website

Artikel lesen (PDF, 632 KB)

* Die sechs Mitgliedgesellschaften sind: SRG Zürich Schaffhausen, SRG Bern Freiburg Wallis, SRG Region Basel, SRG Ostschweiz, SRG Zentralschweiz und SRG Aargau Solothurn. Ein Sonderfall ist die SRG Svizzra Rumantscha: Sie ist einerseits eine eigenständige Regionalgesellschaft der SRG, gleichzeitig aber auch eine Mitgliedgesellschaft der SRG Deutschschweiz.

Text: SRG.D/Jasmin Rippstein
Bilder: Die Programmkommission der SRG Aargau Solothurn bei der Arbeit (SRG.D/Daniel Desborough)

Tags: deinemeinung meinungen programmkommission srfbideluet

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