Programmtipps

Drama-Serie «The Handmaid’s Tale» auf SRF 1

Am 30. Oktober 2019 kommt der Drama-Serienhit «The Handmaid’s Tale» ins Schweizer Fernsehen. Wie eine Bombe schlug diese Serie nach Margaret Atwoods Romanvorlage ein – so auch bei Radio SRF 3-Serienexperte Mani Neubacher. Hattest du die Serie bislang nicht auf dem Radar? Hier sind seine vier Gründe, das Drama auf deine Watchlist zu setzen.

Die Hauptdarstellerin der Serie: Elisabeth Moss («Mad Men»)

Als ich die erste Folge «The Handmaid’s Tale» schaute, war mir sofort klar: Diese Serie verlangt meine volle Aufmerksamkeit. Mit dieser Serie kann ich mich nicht berieseln lassen und nebenbei auf dem Handy rumtippen. Das wäre schade um die brillante Serie. Und gar nicht möglich. Die Serie zog mich so rein, dass ich mein Handy für einmal völlig vergass.


Grund 1: Spiegel unserer Zeit

«The Handmaid’s Tale» spielt in einer düsteren Zukunft. Fast alle Frauen sind wegen Umweltzerstörung und Geschlechtskrankheiten unfruchtbar. Gebärfähige Frauen werden vom Staat geknechtet. Sie dienen reichen Familien als Handmaids – Gebärmaschinen! An ihren fruchtbaren Tagen werden sie von den Familienvätern vor den Augen derer Frauen vergewaltigt.

Mich machte die Serie immer wieder fassungslos. Man spürt: Die Geschichte ist zwar erfunden. Aber sie hat einen wahren Kern. Das fuhr mir als Zuschauer gewaltig ein.

«Handmaid» Offred in ihrem Zimmer
«Handmaid» Offred in ihrem Zimmer

Grund 2: Mitleiden mit der Hauptfigur

Was mich am meisten in die Serie zog: Die Hauptfigur Offred (gespielt von Elisabeth Moss). Ihre Geschichte ist so tragisch, dass ich beim Schauen manchmal kurz Pause drücken musste, um durchzuatmen.

Als Handmaid wird ihr jegliche Freiheit genommen. Wo sie sich bewegt, mit wem sie spricht, was sie anzieht: Alles wird ihr vorgeschrieben. Trotzdem erkämpft sich die mutige Offred Raum für ihre eigene Persönlichkeit. Das hat mich bewegt.

«Handmaid» Offred (im roten Magdkleid) nach der rituellen Vergewaltigung.
«Handmaid» Offred (im roten Magdkleid) nach der rituellen Vergewaltigung.

Grund 3: Retro-Ästhetik

Die Serienmacher wählten für die grauenhafte Zukunft eine besonders aufgeräumte Ästhetik. Opulente Herrschaftshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, üppige Gärten und perfekt geschneiderte akkurate Kleidung. So schön ist das alles, dass es zwanghaft wirkt.

Opulente Retro-Ästhetik in der Serie
Opulente Retro-Ästhetik in der Serie

Grund 4: Kritikerlob

«The Handmaid’s Tale» ist die meistgelobte Serie der letzten Jahre. Und x-fach ausgezeichnet. Unter anderem mit zwei Golden Globes und acht Primetime Emmy-Awards.

Die «Handmaids» bei einer Versammlung
Die «Handmaids» bei einer Versammlung

Ausstrahlung: ab 30. Oktober 2019 um 23.00 Uhr auf SRF 1

Während sieben Tagen nach der Ausstrahlung ist die Serie auch unter srf.ch/play verfügbar.


Text: SRF 3/Mani Neubacher
Bild: Hulu

Bild Autor*in AutorIn Mani Neubacher
Mani Neubacher ist ein absoluter Serienkenner und sorgt als Experte bei Radio SRF 3 immer wieder für Orientierung im Seriendschungel.
weitere Artikel von
Mani Neubacher
Tags: programmtipp serien

Kommentare

Lade Kommentare...
Noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar hinzufügen

Leider konnte dein Kommentar nicht verarbeitet werden. Bitte versuche es später nochmals.

Danke für deinen Kommentar. Dein Kommentar wird moderiert und erscheint hier, sobald er freigeben wird.
Bei Freischaltung erhälst du ein Email auf {author_email}.