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«DOK»: Ich, der Schiedsrichter und Tabubrecher

Pascal Erlachner ist einer der zehn besten Schiedsrichter der Schweiz. Und: Pascal ist schwul. Mit seinem öffentlichen Outing will er dazu beitragen das Tabu «Homosexualität im Fussball» zu brechen. «DOK» hat ihn ein halbes Jahr hin zu diesem grossen Schritt begleitet.

Die Fans brüllen, die Spieler schimpfen, das Adrenalin pumpt. Pascal muss – wie alle Fussballschiedsrichter – innert Sekunden Entscheide fällen. Er darf sich keinen Fehler erlauben. Der Druck ist gross. Und der Druck wird vielleicht bald noch grösser: Pascal Erlachner hat sich entschieden, sich öffentlich als schwul zu outen. Und bietet damit in einem nach wie vor von Homophobie geprägten Umfeld wie dem Fussball zusätzliche Angriffsflächen.

Bekannte homosexuelle Fusballer/innen

Während der Frauenfussball mit lesbischen Spielerinnen mittlerweile völlig unverkrampft umgeht, gibt es im Männerfussball bislang erst drei Profis, die offen zu ihrer Homosexualität stehen oder standen: Justin Fashanu, der bei Manchester City spielte, sich 1990 als erster aktiver Spieler überhaupt outete und sich acht Jahre später das Leben nahm. Robbie Rogers, amerikanischer Nationalspieler, der unlängst bei LA Galaxy seine Karriere beendete. Und Thomas Hitzlsperger, Captain der deutschen Nationalmannschaft, der sich vor bald vier Jahren nach dem Ende seiner Laufbahn outete.

Pascal möchte weiterpfeifen

Pascal Erlachner ist der erste Spitzenschiedsrichter, der sich outet. Seine Motivation: Er will aufrütteln, enttabuisieren, helfen, ein Klima herzustellen, in dem es künftig normal sein soll, dass Fussballer, Trainer oder Funktionäre schwul sind. Sein Ziel: Er will auch nach dem Coming-Out weiterpfeifen.


Ausstrahlung: Donnerstag, 21. Dezember 2017, 20.05 Uhr, SRF 1.
Den Film kannst du natürlich auch auf Website von SRF «Dok» nachschauen.


Text: SRF
Bild: SRF/Benjamin Soland

Tags: kreuzundqueer sport srfdok

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