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Wie sehen die Deutschschweizer «unsere» Promis?

Wie sehen die Deutschschweizer unsere «Stars» - kennt man diese «da drüben» überhaupt? Dieser Frage ging das Magazin «Mise au point» (auf den Punkt gebracht) des Westschweizer Fernsehens RTS nach. Entstanden ist eine Reihe knackiger Beiträge – zu solch verschiedenen Personen wie Rapper Stress («Vor Melanie kannte den hier niemand»), Tennis Spieler Stanislas Wawrinka («Der Arme geht ständig vergessen») und der transsexuellen Komikerin Marie-Thérèse Porchet («Seit dem Zirkus Knie – vorher…nie gehört»).

Das Prinzip ist einfach: Deutschschweizer Medienschaffende wurden von RTS befragt, was sie von westschweizer «Promis» halten. Seit wann kennen sie sie? Für was sind sie berühmt - oder berüchtigt? Am Schluss der Beiträge müssen diese «Jury» jeweils entscheiden, ob diese Berühmtheiten eher Romands geblieben, oder auch ein bisschen «Suisse allemand» geworden sind. Gemessen wird das an einer Skala: Wein und Käse stehen für die Westschweiz, Birchermüesli und Ovomaltine für die Deutschschweiz.

Stress («Vor Melanie kannte den hier niemand»)

In Estland geboren, ausgebildet in der Wirtschaftshochschule Lausanne – dann der Durchbruch als Rapper. In den 2000er Jahren wurde aus dem angehenden Buchhalter einer der bekanntesten Musiker der Romandie. Doch seit wann kennt man ihn auch in der Deutschschweiz? Für Annina Frey von «Glanz und Gloria» und ihre Jury-Kollegen hatte seine Bekanntheit jenseits des Röschtigrabens wenig mit seiner Musik zu tun.

Stanislas Wawrinka («Der Arme geht ständig vergessen»)

Ständig im Schatten von Roger Federer zu stehen wird wohl nicht immer einfach sein. Dabei braucht Wawrinka sich mit seinen Erfolgen nicht zu verstecken: Aktuell belegt er Platz 8 in der Weltrangliste der besten Tennis-Spieler. Für Romand-Sportfans ist er ein Held, «ihr Stan» - doch ist er auch «unserer»?

Oskar Freysinger («Der sollte mal die Haare schneiden»)

Man liebt ihn oder man hasst ihn: Den Walliser Schriftsteller, Musiker, Lehrer und SVP-Politiker Oskar Freysinger. Seiner Bekanntheit in der Deutschschweiz kommt sicher auch entgegen, dass Freysinger perfekt Deutsch spricht und als Nationalrat lange national tätig war. Jetzt ist Freysinger zurück in seinem Heimatkanton und wirkt dort als Staatsrat. Wie bleibt der kantige Politiker in der Deutschschweiz in Erinnerung?

Marie-Thérèse Porchet («Seit dem Zirkus Knie – vorher...nie gehört»)

Ihr Lieblingsthema sind die «Bourbines», wie sie die Deutschschweizer liebevoll nennt. Seit Jahren macht sich die transsexuelle Komikerin Marie Thérèse-Porchet über deutschschweizer Eigenheiten und welsche Minderwertigkeitskomplexe lustig. Ihre Shows sind in der Westschweiz Strassenfeger - jenseits des Röstigrabens ist sie erst seit ihrer nationalen Tournee mit dem Zirkus Knie etwas bekannter. Kommt ihr schräger Humor auch bei «uns» an?

Bilder/Videos: RTS
Text: Oliver Fuchs

Tags: glanzundgloria rts

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