Öpis mit Medie

Talentschmiede im Studio 1

Zwei Nachwuchstalente der tpc switzerland ag absolvieren zurzeit einen schweisstreibenden Kamera-Workshop. Sie lernen die Arbeit am Pedestal (Pumpstativ). Da ist Multitasking nicht nur hilfreich, sondern zwingend notwendig. Ziel ist es, die Stagiaires so gut zu trainieren, dass sie nach der zweijährigen Ausbildung an allen Kamerapositionen eingesetzt werden können.

Die Kamera-Ausbildner William Tügel und Daniel Gruber schulen derzeit zwei Nachwuchsleute im «Happy Day»-Dekor von Studio 1. Für Thomas Ziegler (Bild links) und Martin Felix (Bild rechts) ist schweisstreibende Grundlagenarbeit am Pedestal (Pumpstativ) angesagt: kadrieren, Schärfe einstellen, schwenken, zoomen, liften. «Dazu kommt das Fahren», erklärt der Ausbildungsverantwortliche William Tügel. «Sich mit der Kamera im Raum zu bewegen, ist die Königsdisziplin. Und das Krönchen gibt’s, wenn man am Pedestal alles zusammen so beherrscht, dass man nicht mehr darüber nachdenken muss.»

Ausgeklügelter Trainingsparcour für Kameraleute
Trainiert wird das mit Hilfe ausgeklügelter Kameraparcours. «Wir können die Kamerabilder hier im Studio selbst aufzeichnen, schneiden und abspielen», erläutert der Ausbildner. «Und wir ziehen die Übungen auch knallhart durch.» Danach visionieren und analysieren Stagiaires und Ausbildner gemeinsam. «Diese Feedback-Kultur macht die Ausbildung extrem lehrreich für uns», sagt Thomas Ziegler.

Bereits nach dem dreiwöchigen Grundlagen-Workshop sind die Stagiaires an ersten Struktursendungen im Einsatz. «Sie gewinnen so on-the-Job Praxis, Routine und Sicherheit. Und wir können sie in einem frühen Stadium ihrer Ausbildung bereits produktiv einsetzen», erklärt Daniel Brunner, Leiter Kameraleute Live. «Wir versuchen, die Stagiaires so gut zu trainieren, dass man sie nach der zweijährigen Ausbildung an allen Kamerapositionen einsetzen kann.»

Das Maximum rausholen
Spezielle Workshops für Theater und Musik ergänzen die Ausbildung. «Doch die sind aufwändig und kostenintensiv. Wir versuchen deshalb mit den tpc Fachbereichen und SRF gemeinsame Ausbildungspakete zu schnüren», schildert Daniel Brunner. Die ganz hohe Schule der Kameraführung bei Opern oder Shows sei ohnehin ein sechs- bis achtjähriger Prozess, ergänzt William Tügel. «Da kommt zum Handwerk und zur Erfahrung ein letztes Quäntchen Intuition, ein Momentum, in dem man im Flow ist, wo alles ineinander spielt. Wo man mit einer tiefen Befriedigung heimgeht und weiss, das ist das Maximum.»

Text: tpc switzerland ag/Ann-Kathrin Frick (take 28/2013)
Bild: tpc switzerland ag/Daniel Gruber (take 28/2013)

Tags: ausbildung kameraleute stagiaires tpc

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