Behind the Scenes

Kunst statt Sponsoren-Logos am «B-Sides»-Festival

Was macht das Musikfestival «B-Sides» anders als andere Openairs? Der Festivalorganisator hat es der SRG Luzern während einer exklusiven Backstage-Führung verraten.

Ein Dutzend interessierter junger Leute hat sich am Freitagabend auf dem Sonnenberg oberhalb von Kriens versammelt, um mehr über das «B-Sides»-Festival zu erfahren. Beim verhältnismässig kleinen Openair, das letztes Wochenende seine zehnte Ausgabe feiern konnte, macht man nämlich vieles etwas anders als bei den grossen Playern im Festivalbusiness. Und das fällt schon am Eingang auf: «Diese Sponsoring-Banden hier neben der Kasse werden die einzigen sein, die ihr heute sehen werdet. Auf dem Gelände verzichten wir bewusst auf Logo-Präsenz unserer Partner», erklärt Marcel Bieri, Booker und Geschäftsleiter des Festivals. Bieri nahm sich die Zeit und führte die Gruppe während rund einer Stunde durch das Gelände. Und tatsächlich: Es fehlen die üblichen Firmenlogos. Vielmehr fallen die eigens für die Veranstaltung hergestellten Kunstobjekte und Malereien auf, welche über das ganze Areal verteilt zu finden sind. Viele davon schon fast etwas zu versteckt, um entdeckt zu werden.

Publikum kommt in Scharen

«Ein ansprechendes, mit viel Liebe gestaltetes Gelände ist uns sehr wichtig und Teil des Konzepts», sagt Bieri. Trotz wenig Schlaf in den vergangenen Tagen ist bei ihm die Begeisterung für den Anlass nach wie vor spürbar. Hinzu kommt ein Line-up mit Bands und Künstlern, die man in den Top 40 der Schweizer Hitparade kaum finden wird. Vielmehr sind es Namen aus den Bereichen Rock, Electronic, Hip Hop und Jazz, die abseits des Mainstreams ihren Sound durchziehen. Und das scheint auch beim Publikum anzukommen. Marcel Bieri: «Nur am Donnerstag hatte es noch einige Tickets an der Abendkasse, Freitag und Samstag sind ausverkauft.»

«Top-Betreuung der Künstler unabdingbar»

Ein Blick in den Backstage-Bereich durfte nicht fehlen. Anders als in der eigenen Vorstellung, ist dieser frei von Glamour. Braucht es auch nicht am B-Sides, aber: «Weil wir keine riesigen Gagen bezahlen können, ist eine Top-Betreuung der Künstler unabdingbar. Sie sollen sich hier oben unbedingt wohlfühlen und davon im Idealfall auch weitererzählen», so der Festivalorganisator. Zum Schluss des Rundgangs löcherten die Teilnehmenden Marcel Bieri mit Fragen, bevor es anschliessend ab an die Konzerte ging.

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Text: Mario Stübi
Bilder: Bild 1-5: Mario Stübi, Bild 6: Silvio Zeder

Tags: bsides festival openair srgluzern

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