Behind the Scenes

«Nachgefragt»: «The Voice of Switzerland» – Wie gelingt die Geheimhaltung vor der Sendungsausstrahlung?

Bis auf die Live-Shows wird «The Voice of Switzerland» zeitversetzt ausgestrahlt. Damit die Sendung für das Publikum spannend bleibt, ist es wichtig, dass zuvor nichts ausgeplaudert wird.
Doch wie wird das gewährleistet? SRG Insider hat bei Sven Sarbach, Bereichsleiter Show und Events, sowie bei SRF-Rechtsberater Paul Meyrat nachgefragt.

«The Voice of Switzerland» lebt nicht nur von musikalischen Talenten, sondern auch von spannenden Momenten. Was geschieht als nächstes? Welcher Juror dreht sich für welche Sängerin um? Welcher Kandidat schafft es in die nächste Runde? Und wer fällt raus? Ginge diese Spannung verloren, wäre «The Voice of Switzerland» für die Zuschauer kaum mehr interessant.

Die Schwierigkeit: «The Voice of Switzerland» wird – mit Ausnahme der Live-Shows – im Vornherein aufgezeichnet. Umso wichtiger, dass die Talente sowie das Publikum nichts Entscheidendes über den Verlauf der Sendung verraten, bevor diese im Fernsehen ausgestrahlt wird.

Doch wie wird dies gewährleistet? SRG Insider hat bei Sven Sarbach, Bereichsleiter Show und Events (SRF), sowie beim SRF-Rechtsberater Paul Meyrat nachgefragt.

Welche Regeln gelten bei den Aufnahmen von «The Voice of Switzerland», um zu verhindern, dass vor deren Austrahlungen etwas publik wird?

«Die Talente sowie die Zuschauerinnen und Zuschauer, die bei den Aufzeichnungen dabei sind, unterzeichnen eine Stillschweigevereinbarung. Mit der Unterschrift bestätigen sie, dass sie bis zu den Ausstrahlungen nichts über den Verlauf der Sendung verraten. Diese Praxis hat sich bewährt und wird auch in anderen Sendungen angewandt, die aufgezeichnet werden», erklärt Sven Sarbach.

Was genau beinhaltet diese Stillschweigevereinbarung?

In der Stillschweigevereinbarung geben die Unterzeichnenden ihr Wort, dass sie Stillschweigen über den Ablauf der Sendung bewahren, keine Bild- und Tonaufnahmen machen und die AGBs von SRF akzeptieren. Was die sogenannte Geheimhaltungserklärung im Detail beinhaltet, erfährst du hier.

Was sind die Konsequenzen, wenn doch mal etwas ausgeplaudert wird und an die Öffentlichkeit gelangt?

Da es bislang noch keinen konkreten Verstoss gegen die Stillschweigevereinbarung gab, mussten sich Sven Sarbach sowie Paul Meyrat noch nie konkret mit dieser Frage auseinandersetzen. Paul Meyrat ergänzt, dass ihm auch bei anderen Sendungsformaten, die aufgezeichnet werden, kein Fall bekannt sei, bei dem die Stillschweigevereinbarung nicht eingehalten wurde.
SRG Insider wollte es jedoch noch genauer wissen und hakte nach: Was passiert, wenn die Stillschweigevereinbarung dennoch einmal gebrochen wird? Paul Meyrat erklärte, dass bei einem Verstoss gegen diese Vereinbarung (insbesondere bei grösseren Sendungen) eine Konventionalstrafe droht. Des Weiteren kann SRF Schadensersatz geltend machen.

Am Mittwoch, 12. März 2014, strahlt SRF die sechsten und letzten «Blind Auditions» aus. Darauf folgen die «Battles/Saves», «Knockouts» und Live-Shows.

Die genauen Sendedaten findest du auf der Website von «The Voice of Switzerland»:

«The Voice of Switzerland» 2014

Text: SRG Insider/Sarah Singer
Bild: SRF/Lukas Mäder

Tags: nachgefragt stillschweigevereinbarung thevoice

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