Behind the Scenes

Wie man zur temporären SRF 3-Twitterin wird

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das dachte sich auch die 25-jährige Publizistikstudentin Anna Jakrlin – und konnte dank ihrer Eigeninitiative einen Tag lang bei Radio SRF 3 hinter die Kulissen schauen. Ihre Erlebnisse konnten die SRF 3-Follower via Twitter live mitverfolgen. Wie es zu dieser Aktion kam, verrät sie auf SRG Insider.

In ihrem Arbeitsalltag als Assistentin für die Fachstelle Social Media an der HWZ Hochschule für Wirtschaft in Zürich ist Anna Jakrlin ständig irgendwo in den Weiten des Social Web anzutreffen. «Mein persönlicher sowie beruflicher Hintergrund führen dazu, dass ich Social-Media-Beiträge besonders wachsam begutachte», erzählt Anna, die zurzeit ihr Publizistikstudium an der Uni Zürich beendet. Dieser Wachsamkeit hat sie es zu verdanken, dass die Online-Redaktion von Radio SRF 3 auf sie aufmerksam wurde.

«Liebes @srf3, ich sollte mal zu euch twittern kommen»

Denn: Mitte Sommer hatte Radio SRF 3 einen Tweet über die aktuelle Miss Schweiz, Dominique Rinderknecht, publiziert, ohne auf ihren bestehenden Twitter-Account (@DominiqueMissCH) zu verlinken. «Da Manuel Nappo, Leiter der HWZ-Fachstelle, Dominique Rindknecht beim Aufbau ihrer Social-Media-Präsenz geholfen hatte, war ich hypersensibel auf ihren Namen», berichtet Anna. «Ich habe also Radio SRF 3 sofort zurückgetwittert: ‚Hey, Dominique ist imfall auch hier: @DominiqueMissCH‘ – und Radio SRF 3 hat sich für den Tipp bedankt.» Als wenig später dasselbe mit Stilexperte und Kolumnist Jeroen van Roojen passierte, meldete sich Anna erneut – und ergänzte: «Liebes @srf3, ich sollte wohl mal zu euch twittern kommen.»

Womit Anna nicht gerechnet hätte: Martin Oswald, Leiter Radio SRF 3 Online, reagierte prompt und antwortete: «Klar, gerne, wann willst du kommen?». Und so wurden bei einem ersten, gemeinsamen Mittagessen mit Martin Oswald Ideen ausgetauscht, bis sich die beiden schliesslich darauf einigten, die Aktion unter dem Motto «einen Tag lang hinter den Kulissen von SRF 3, aus den Augen einer Hörerin» durchzuführen.

Mitte August war es schliesslich soweit und Anna konnte einen Tag lang der SRF 3-Redaktion bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen. Ihre Erlebnisse und Bilder aus dem Studio twitterte sie dabei in Echtzeit über den Hashtag #srf3insider.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Dass es überhaupt zu dieser speziellen Aktion gekommen ist, ist verschiedene Rahmenbedingungen zu verdanken, die in diesem Moment optimal gepasst haben. Einerseits habe sie nämlich das Glück gehabt, mit ihren Bemerkungen bei der richtigen Person zu landen, wie Anna betont. «Martin Oswald zeigte sich sehr bestrebt, an seiner Arbeit zu feilen, und hatte ein offenes Ohr für meine Einwände». Während der Projektphase im gemeinsamen, persönlichen Austausch habe sich zudem schnell eine spannende, anregende Eigendynamik entwickelt. Zum anderen sei auch der Zeitpunkt mitentscheidend gewesen: «Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort», bilanziert Anna. Insbesondere das bekannte Sommerloch sei ihr sicherlich ein Stück weit entgegengekommen.

Gefragt sind Aufrichtigkeit und gute Ideen

Unabhängig von Zeitpunkt und Umständen zeigt sich Anna überzeugt, dass mit der richtigen Einstellung, mit Aufrichtigkeit, einem anständigen Ton und nutzbringenden Ideen SRF stets offen mit Kritik umgehe. «Ich möchte andere nie blossstellen oder schlechtmachen», so die Publizistikstudentin. «Wenn mir aber eine Sache auffällt, die ohne grossen Aufwand nützlicher gestaltet werden könnte, weshalb sollte ich das nicht kurz anbringen?»

Und so ist aus einem gut gemeinten Tipp eine innovative Zusammenarbeit entstanden, von der nicht nur Anna Jakrlin und die SRF 3-Redaktion, sondern auch alle SRF 3-Follower profitieren konnten.

Die Tweets und alle Bilder des Tages sind via #srf3insider abrufbar oder hier.

Anna ist fleissige Twitterin und freut sich über neue Follower: @jakie_jak

Bild: SRF
Text: Jasmin Rippstein / Anna Jakrlin

Tags: radiosrf3 srf3 twitter

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