Behind the Scenes

«Moderator ist ein Beruf wie Bäcker oder Schreiner»

Auch diesen Sommer geht «SRF bi de Lüt – Live» auf eine Reise quer durch die Schweiz. Dieses Mal ist Moderator Nik Hartmann aber nicht nur Gastgeber, sondern muss auch in jeder Ortschaft einen Schatz erobern und sich dafür verschiedenen Prüfungen und Herausforderungen stellen. Am 27. Juli 2013, bei der Live-Sendung aus Neuhausen SH, steht der Moderator dabei unter besonderer Beobachtung der Programmkommission SRG Zürich Schaffhausen. Das Spezielle dabei: Erstmals sind auch alle Interessierten aufgerufen, sich online an der Beobachtung zu beteiligen und mitzudiskutieren.

Nik Hartmann, auch in diesem Sommer moderieren Sie «SRF bi de Lüt – Live». Weshalb ist dieser Job besser als – wie die meisten Ihrer Kolleginnen und Kollegen zurzeit – Ferien machen und Überstunden kompensieren?
Nik Hartmann: Ich mag den Sommer, ich mag unser Land und unser Publikum hat auch im Sommer gute Unterhaltung verdient. So einfach ist das. Und das Wort Überstunden kenne ich nicht.

Die Sendungen werden jeweils live ausgestrahlt. Sind sie nach so vielen Jahren Erfahrung trotzdem noch nervös?
Nervös wäre nicht gäbig. Nervosität spürt man, auch durch die Kamera...Aber ich bin freudig aufgeregt und beinahe «zablig».

Ist denn schon einmal bei einer Live-Sendung etwas so richtig schief gelaufen?
Was heisst schon «so richtig»? Klar gibt es da und dort auch Pannen oder kleine Pännchen. Fernsehen ist ein Teamsport. Und wo Menschen arbeiten, ist nichts perfekt. Und das ist gut so.

Was unternehmen Sie, um Pannen und Zwischenfälle zu vermeiden? Kann man sich überhaupt darauf vorbereiten?
Moderator ist ein Beruf, wie Bäcker oder Schreiner auch. Man lernt das Handwerk, versucht das Individuelle dazuzugeben und macht ein Produkt, das hoffentlich Käufer findet. Und wenn etwas Unvorhergesehenes passiert: Wir sind ja einfach Menschen, die reagieren. Am besten genauso wie im «richtigen» Leben.

Sind Sie auch in die Vorbereitung der Sendungen involviert?
Ich bin vor allem bei der Umsetzung auf dem Platz involviert. Und ganz am Anfang war ich bei der aktuellen Staffel auch beim Brainstorming dabei. Ich wurde dazwischen immer wieder ins Bild gesetzt, wie’s mit dem Projekt läuft. Fernsehen ist Teamwork. Und ich bin ein Teil dieses Teams.

Bereits zum zweiten Mal wird in diesem Sommer eine Live-Sendung von der Programmkommission SRG Zürich Schaffhausen beobachtet. Begrüssen Sie diese Form von Sendungskritik? Oder macht es sie nervös zu wissen, dass Ihre Sendung so genau unter die Lupe genommen wird?
Nein, ich schätze fundierte Kritik immer. Und nervös macht mich das nicht. Ich kann Ernstgemeintes recht gut von Geschmäcklerischem trennen.
Bei der letztjährigen Beobachtung äusserte die Programmkommission einige Kritikpunkte. Als Fazit aus den Beobachtungen wünschte sich die Programmkommission von den SRF-Machern eine (Rück-)Besinnung auf die eigene Identität und die Stärken der Sendung sowie mehr Nähe zum Publikum. Konnten Sie diese Kritik bzw. diese Wünsche nachvollziehen?Was Sie aufzählen, ist uns stets in jeder Sendung wichtig. Manchmal gelingt es besser. Das ist so bei einer Livesendung. Ich erlebe unsere Auftritte vor Ort stets als sehr publikumsnah.

Wie sind Sie mit den Kritikpunkten umgegangen? Wurden aufgrund der Kritikpunkte in diesem Jahr Änderungen vorgenommen?
Oh, das klingt ja fast wie beim Examen! Wir sind eine selbstkritische Truppe und versuchen stets auf Kritik zu reagieren. Und jetzt bin ich gespannt, ob Sie eine Veränderung aufgrund Ihrer Kritik spüren.

Hinweis: In diesem Sommer steht die Sendung «SRF bi de Lüt – Live» erneut im Fokus der Programmkommission der SRG Zürich Schaffhausen. Erstmals sind dabei alle interessierten Personen dazu eingeladen, sich online an der Beobachtung zu beteiligen und mitzudiskutieren. Beobachtet wird die Sendung vom 27. Juli 2013 in Neuhausen. Weitere Informationen findest du über untenstehende Links.

Weiterführende Links:

Zur Website von «SRF bi de Lüt – Live»

Zum Abschlussbericht der letztjährigen Beobachtung

Zum Beobachtungauftrag und Frageraster der aktuellen Programmbeobachtung

Mehr über die PK SRG Zürich Schaffhausen erfahren

Mehr über die Arbeit der Programmkommissionen erfahren

Interview: SRG.D/Jasmin Rippstein
Bild: SRF/Paolo Foschini

Tags: deinemeinung meinungen programmkommission srfbideluet

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