Behind the Scenes

Markus Fischer: «Der Sinn des Lebens ist der Tod – darüber soll und darf man nachdenken»

Markus Fischer, Produzent der Krimiserie «Der Bestatter», stand der SRG.D exklusiv Red und Antwort:

Markus Fischer

SRG.D: Markus Fischer, Ihre Firma snakefilm GmbH produziert die neue Krimiserie «Der Bestatter» von Schweizer Radio und Fernsehen. Was hat Sie an dieser Produktion gereizt?
Markus Fischer: Eine neue Schweizer Serie mit Mike Müller in der Titelrolle ist eine grosse Herausforderung Und ich kann meine langjährige Krimi-Erfahrung hier voll und ganz einsetzen.

Wie sieht Ihr Alltag als Produzent aus? Gibt es bei Ihnen überhaupt einen «normalen», «geregelten» Alltag?
16 Stunden pro Tag während der Drehzeit ist der normale Tagesablauf. In der Vorbereitung kann man es besser einteilen. Es ist während einer Produktion eine sehr intensive Zeit, in der Postproduktion normalisiert es sich wieder.

Was ist das Besondere an Ihrem Beruf? Welches sind die Herausforderungen?
Man erfindet Geschichten, man arbeitet mit Storys, mit Fotografie, mit Musik und Spannung und Emotionen und kann seine Träume auf die Leinwand oder den Fernsehschirm bringen, was gibt es Schöneres?

Zurück zum neuen SF-Krimi: Inwiefern unterscheidet sich der «Der Bestatter» von anderen Krimiserien? Weshalb braucht es neben den deutschen und amerikanischen Krimi-Produktionen und dem Schweizer «Tatort» auch noch den «Bestatter»?
Weil «Der Bestatter» eine schweizerische Identität hat, wir sehen in unsere eigene Welt hinein, sind sozusagen in einem Krimi «zu Hause».

Wie lange dauert eine solche Entwicklung von der Idee, über das Verfassen des Drehbuches und die Produktion bis hin zur Ausstrahlung?
Die Entwicklung dauert ca. ein Jahr. Dann ein halbes Jahr für die Drehbücher und dann noch einmal vier Monate bis zur Ausstrahlung.

Zum Schluss, in einem Satz: Weshalb muss man sich «Der Bestatter» unbedingt ansehen?
Weil am Ende jedes Lebens der Tod wartet und weil der Tod das grösste Geheimnis ist, was einen Menschen beschäftigt. Ein Philosoph hat gesagt: Der Sinn des Lebens ist der Tod. Darüber soll und darf man nachdenken – und vielleicht nimmt es einem ein wenig die Angst vor dem Ende, was jeden von uns irgendwann ereilt.

Markus Fischer (59) ist Inhalber der snakefilm GmbH. Er hat eine Ausbildung in grafischer Industrie sowie eine Musikerausbildung absolviert und war als Musiker im Bereich Rock und Jazz tätig. Daneben übernahm er erste Assistenzen in verschiedenen Funktionen in diversen Filmproduktionen. Seit 1975 ist er als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Filmmusik-Komponist tätig. 2000 gründete er das Unternehmen snakefilm. Fischer ist Mitglied des Bundesverband Regie in Deutschland, Mitglied von Federation of European Film Directors sowie A.I.D.A.A. (Intern. Association of Audiovisual Writers and Directors).

Mehr über Markus Fischer und seine Tätigkeit erfährst du unter: www.snakefilm.ch

Interview: Jasmin Rippstein; SRG.D
Bild: Sava Hlavacek (snakefilm.ch)

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