Behind the Scenes

«Manno, ich will mich auch als Schlager-Coverer versuchen»

Bei der Sendung «Cover Me» kann David Kohler, alias Knackeboul*, gleich seine beiden Talente unter Beweis stellen: Zum einen führt er als Moderator durch die Sendungen, zum anderen muss er in Folge 5 (vom 2. August 2012) selbst als Rapper ein Lied covern. Wie es ihm dabei ergangen ist, erfährst du im exklusiven Interview mit der SRG.D:

SRG.D: «Cover Me» ist nicht einfach eine normale Musiksendung. Das Highlight ist, dass sich jeweils ein Rapper und ein Schlagerstar gegenseitig covern. Welches Duo hat dich am meisten überrascht?
Knackeboul: Am krassesten fand ich, wie gut sich Dodo und Lys Assia verstanden und wie viele Parallelen es in ihren Leben und Liedern gibt. Diese Gemeinsamkeiten sind mir aber bei fast allen Konstellationen aufgefallen.

Warum braucht die Schweiz eine Sendung wie «Cover Me»?
Zum einen um der Schweiz zu zeigen, wie viele junge ehrgeizige Talente es noch zu entdecken gibt und zum andern, um Einblick zu kriegen in zwei völlig verschiedene Musikwelten, die sich dann doch irgendwie gleichen.

Du mischst bei der Sendung musikalisch mit deiner Band «Mundartisten» sogar selbst mit. Bei den Dreharbeiten bist du überrascht worden. Eigentlich hast du Rapper Greis erwartet. Plötzlich standen aber deine Kollegen von den Mundartisten da. Wie hast du diesen Rollenwechsel, vom Moderator zum Kandidaten, erlebt?
Ich war zuerst einfach nur baff, das sieht man in der Sendung gut. Dann hab ich mich gefreut, weil ich schon die ganze Zeit dachte: «Manno, ich will mich auch als Schlager-Coverer versuchen» und nun die Gelegenheit kriegte. Es war keine einfache Aufgabe, aber der Entstehungsprozess war sehr witzig.

Maja Brunner covert euer Lied «Mir näh di mit». Das Lied ist eurem verstorbenen Freund Chrigu gewidmet und gleichzeitig Soundtrack des berührenden Dok-Films «Chrigu». Das Cover sollte eine Überraschung für dich sein. Deine Freunde mussten deshalb vorher abschätzen, wie du damit umgehst. Wie hast du am Ende diese Situation erlebt?
Ja, wir mussten uns alle damit beschäftigen, dass nun eine fremde Person unseren intimsten Song neu interpretiert und das erst noch als Schlager. Aber schlussendlich ist es einfach ein guter, tiefgründiger Song, in dem es um Freundschaft und Abschied geht. Das berührt jeden und hat auch Maja Brunner inspiriert.

Von Maja Brunner warst du begeistert. Gegen welchen Schlagerstar würdest du sonst noch gerne antreten? Und: Welches Lied von dir sollte unbedingt gecovert werden?
Die viel erwähnte Francine Jordi wäre geil. Sie könnte dann einen extra wilden Song covern: zum Beispiel «Brandstifter».

Zum Schluss: Wann gibt es die erste Schlagerplatte von Knackeboul?
Das ist gar nicht so weit hergeholt. Ich glaubte, während den Drehs ein gewisses Talent dafür bei mir zu entdecken. Wir werden ja sehen...

Hier geht's zu Teil 2 des Interviews.

Hier kannst du dir die Folge mit Knackeboul, den Mundartisten und Maja Brunner nochmals in voller Länge ansehen.

*David Kohler alias Knackeboul rappt, seit er 14 Jahre alt ist und mit Freunden die Band «Mundartisten» gründete. Bekannt wurden die Langenthaler durch den Dokumentarfilm «Chrigu». Der Film dokumentiert den Leidensweg von Christian Zjörien, einem engen Freund der Mundartisten, der 2005 an Krebs verstarb. 2006 veröffentlichte Knackeboul sein erstes Soloalbum «Red und Antwort», weitere Alben folgten. Zurzeit ist er mit seinem aktuellen Album «Moderator» auf Tournee.
Erste Erfahrungen als Moderator sammelte Knackeboul bei DRS Virus, wo er eine Sendung zu aktueller Rapmusik präsentierte. Bei «Zambo», dem Kinderprogramm von Schweizer Radio und Fernsehen, wurde er durch seine Freestyle-Einlagen als Rapper und Beatboxer bekannt. Zurzeit ist er beim Jugendsender Joiz als Moderator der Sendung «Knack Attack» erfolgreich. (Text: coverme.srf.ch)

Interview: SRG.D/Jasmin Rippstein
Bild: Rapper und «Cover Me»-Moderator David Kohler, alias Knackeboul (SRF)

Tags: coverme interview knackeboul themenwoche

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