Service public 27. January 2017

Nachgefragt: Welche Sendungen werden zeitversetzt genutzt?

Heute hast du das Privileg, dass du dir dein Fernseh- und Radioprogramm (praktisch) komplett selbst zusammenstellen kannst. Wann und wie es dir gerade passt. «Tagesschau» verhängt? Kein Problem. «Echo der Zeit» verpasst? Easy. Doch welche Sendungen werden wirklich noch nachgehört und nachgeschaut? Wir haben bei SRF nachgefragt.

  • Aktuell? Pff ...: Formate ohne grossen Aktualitätsanspruch werden besonders stark zeitversetzt genutzt. Will heissen Informationssendungen wie «Tagesschau», «10vor10» und «Rundschau» schauen die Leute eher gleich live, Serien und Shows wie «Auf und davon», «Der Bestatter», «Die grössten Schweizer Talente» sind auch morgen und übermorgen noch läss.
  • Everybody's Darling: Die beliebtesten SRF-Radio-Podcasts 2016 waren das Reportageformat «Input», die Talk-Sendung «Focus» und die Informations- und Hintergrundsendung «Echo der Zeit». Die Podcasts von TV-Sendungen, die am meisten runtergeladen wurden, sind «Giaccobbo/Müller» und «Einstein».
  • Im Sekundentakt: Durchschnittlich wurden 2016 pro Sekunde vier SRF-On-Demand-Angebote (Audio und Video) gestartet.
  • (Beinahe) One Million, baby!: Die neue Webserie «True Talk» erzielte via Facebook über 800‘000 Videostarts. Ûnd auch die Tattooserie «Inked», wurde bislang über 650‘000 Mal gestartet (auf Facebook, YouTube und im SRF-Player).
  • Forever, forever, ever?: Nicht alle Formate sind unendlich lange verfügbar (z.B. einige DOK-Filme, Serien, Sportsendungen etc.). Dies hat in den meisten Fällen mit den Rechten zu tun (gilt darum also selten für eigenproduzierte Sendungen wie die «Tagesschau» etc.). Beschränkungen gibt es aber nicht nur in Bezug auf den Zeitraum, sondern auch auf den Ort (Geoblocking) und auf das Alter (Jugendschutz).

    (Falls es dich genauer interessiert: Geoblocking gibt es oft bei eingekauften US-Serien und Videos vom Sport. Dieses Material darf nur in der Schweiz abgerufen werden. Was den Jugendschutz angeht, gibt es Sendungen die erst ab 12, 16 oder 18 freigegeben sind und SRF nur zu bestimmten Uhrzeiten online anbietet.)

Nice to know: Auf der Website von SRF findest du übrigens ganz unten auf der Seite Beispiele von Sendung, deren «Phase» demnächst abläuft und die online dann nicht mehr verfügbar sind.


 

Text: lv
Quelle: Markt- und Publikumsforschung und Multimediazentrale SRF
Bild: Pixabay

Kommentare (1)

  1. Dörflinger André: Feb 02, 2017 at 04:08 PM

    Unser All-Schweizer Staatsfernsehen versäumt es, zusammen mit den Welschen gemeinsame Sendungen zu schöpfen oder kann man das den Welschen nicht zumuten? Noch vor wenigen Jahrzehnten musste man im Welschland die Empfangsantenne extra richten, um das DCHer Programm zu erhalten. D.h. von Anfang an war an keine Zusammenarbeit gedacht worden. Besonders im sprachlichen Bereich könnten Sketches geschaffen werden, wo die Sprachlandesteile einander kennenlernen würden. So aber wurstelt jeder Landesteil vor sich hin: Ein Darius und Thurnheer sind doch hüben wie drüben unbekannt. Das Land funktioniert nur, weil die DCH ständig in übertriebenem Minderheitenschutz nachgibt > wie zB., dass der Nachfolger des halbwelschen De Weck wieder ein Welscher ist.


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