News 13. September 2013

«Was machst du eigentlich?»

Konrad Weber ist Multimedia-Redaktor bei SRF. Bereits während seines Studiums in Journalismus und Organisationskommunikation an der ZHAW arbeitete er in der Newsredaktion bei SRF. Nun hat er den definitiven Berufseinstieg geschafft. Was aber macht eigentlich ein Multimedia-Redaktor? Ein kleiner Einblick.

Wer glaubt, Konrad habe bereits vor Jahren «kühne Pläne geschmiedet», wie er an seine aktuelle Stelle kommen könne, täuscht sich. Das Gegenteil sei der Fall, wie Weber auf seinem Online-Blog schreibt. So sei er in die Themen, die ihn beschäftigen und mit welchen er sich täglich rumschlägt, vielmehr «reingerutscht». In seinem Blog-Beitrag gewährt er einen Einblick in seinen Berufsalltag (Auszug):

«'Was machst du eigentlich?' Immer wieder erhalte ich diese Frage gestellt, da man sich entweder unter dem – inzwischen zum Glück immer überflüssigeren – «Journalist 2.0» nichts vorstellen kann oder nicht weiss, was ein Multimediajournalist den lieben langen Tag eigentlich macht.

Seit August bin ich nun als Multimedia-Redaktor bei SRF News Online angestellt. Bereits zuvor war ich mehr als ein Jahr in derselben Redaktion tätig, damals allerdings zu einem kleineren Pensum und gleichzeitig zu meinem Studium an der ZHAW. Nun arbeite ich zur einen Hälfte am Newsdesk in verschiedenen Funktionen: Mal schreibe ich Hintergrundberichte, mal bin ich für die schnelle Newsberichterstattung und mal für den Twitter- und Facebook-Auftritt von SRF News zuständig.

Zur anderen Hälfte kümmere ich mich um verschiedene Projekte im Informationsbereich von SRF. Sei es die Umsetzung eines speziellen Onlineauftrittes einer Sendung, die interne Schulung von Redaktoren in Social Media-Recherche oder die Planung einer interaktiven Sendung: Im Zentrum steht immer der Austausch mit anderen Journalistinnen und Journalisten von Fernseh- und Radioredaktionen. So auch während der Sommerserie des TV-Magazins «10vor10», für welche ich zwei datenjournalistische Onlineprojekte umsetzen durfte («Wo die Reichsten der Schweiz wohnen» und «Wie viel wird an Ihrem Wohnort verdient?»).»

Verändertes Rollenverständnis

Im Fokus von Webers Arbeit steht in erster Linie die Planung von journalistischen Inhalten über mehrere Publikationskanäle hinweg und die Umsetzung dieses konvergenten Storytellings. Sogar seine Abschlussarbeit an der ZHAW beschäftigte sich mit diesem Thema. So schrieb er für SRF ein Konzept einer konvergenten und interaktiven Berichterstattung zu den nationalen Wahlen im Herbst 2015. Allzu viel darf darüber noch nicht verraten werden. Nur so viel: Es gehe in der Arbeit in erster Linie um ein neues Rollenverständnis von Journalisten, schreibt Konrad Weber.

Den vollständigen Beitrag, weitere Informationen sowie weiterführende Links findest du auf Konrad Webers Blog:

Zum Blog

Über den Autor: Konrad Weber (*1989 in Bern) begann in Bern und Zürich ein Studium in Politik- und Filmwissenschaften, bevor er nach zwei Jahren an die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur wechselte, um dort 2013 sein Studium in Journalismus und Organisationskommunikation abzuschliessen. 2012 wurde er vom Branchenmagazin Schweizer Journalist zu einem der 30 Talente unter 30 gewählt.

In seiner journalistischen Tätigkeit fokussiert er sich hauptsächlich auf die Verbindung von neuen Medien mit bereits vertrauten Formen der Berichterstattung. Zurzeit arbeitet Konrad im Onlinebereich von Schweizer Radio und Fernsehen und setzt sich dort mit dem Einsatz von Social Media in der Abteilung Information auseinander. Nebenbei schult er Journalisten in Online-Recherche, engagiert sich für die Vernetzung junger Journalisten und arbeitet als freier Journalist. Konrad Weber lebt in Zürich.

Kachelbild: zVg.
Bild oben: Konrad Weber mit Moderatorin Mona Vetsch bei der Live-Reportage «Züri-West by Night» (SRF/Manuel Risi)

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