Facts & Figures

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Schon gewusst?

Fast die Hälfte der Gebühren gehen zu Lasten von Solidarleistungen: Würden die SRG Programme im ganzen Land in nur einer Sprache ausgestrahlt, betrüge die Gebühr pro Haushalt lediglich 265 Franken. Die Viersprachigkeit der SRG-Programme kostet laut einer Untersuchung der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) von 2006 rund 42% der Gebühren. Müsste jede Region mit den Einnahmen der Haushalte ihrer Region auskommen, so lägen die Gebühren in der Deutschschweiz bei CHF 309; in der Westschweiz bei CHF 587 und italienischsprachigen Schweiz bei CHF 2'284. Mit erheblichen Kosten verbunden sind auch andere Solidarleistungen wie z. B. das Angebot für das Ausland, für den behindertengerechten Medienzugang und für die Programmversorgung von topographisch schwer zugänglichen Regionen.

Nebst der Viersprachigkeit ist auch die Grösse der Schweiz hauptverantwortlich für die Gebühren: Denn es macht vom Aufwand her keinen wesentlichen Unterschied, ob man ein Programm für acht Millionen Zuhörerinnen und Zuschauer macht oder für 80 Millionen wie in Deutschland. Kostenmässig hingegen schon: Die Kosten verteilen sich in der Schweiz auf zehnmal weniger Haushalte – entsprechend kleiner ist das Budget des Schweizer Radio und Fernsehens.

Das RTVG bzw. die RTVV beschreibt einen klaren und sehr vielfältigen Auftrag an die SRG: So hat der grösstenteils gebührenfinanzierte Sender Leistungen bereitzustellen, die ein im Markt stehender, gewinnorientierter Sender nicht anbieten wollte oder könnte. Dazu gehört die Berücksichtigung der Anliegen aller Regionen, von Minderheiten wie Seh- und Hörbehinderten, die Integration von Ausländern und der Kontakt zu den  Auslandschweizern.

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Die SRG unterstützt den Schweizer Film und diverse Schweizer Filmfestivals: Die SRG ist der grösste Förderer des Schweizer Films  und ist verpflichtet, Produktionsaufträge an die schweizerische audiovisuelle Industrie zu vergeben. Denn: Filme sind Botschafter der kulturellen und sprachlichen Vielfalt. Ein wichtiger Pfeiler der Kulturförderung ist deshalb die Filmförderung: 1996 schuf die SRG SSR zusammen mit Partnern der Filmbranche den Pacte de l’audiovisuel. Von 1997 bis 2010 hat sie in diesem Rahmen gut 275 Millionen Franken in die Filmförderung investiert. In diesem Jahr wurde der Vertrag bis 2015 verlängert. Dank des Pacte de l’audiovisuel entstanden in den letzten vierzehn Jahren über 1800 Kino-, Fernseh-, Dokumentar-, Kurz-und Trickfilme. In den letzten fünf Jahren haben die Fernsehprogramme der SRG SSR gegen 800 Kino-, Fernseh-, Dokumentar-, Kurz-und Trickfilmen koproduziert.

Zudem unterstützt die SRG SSR im Rahmen von Medienpartnerschaften die folgenden wichtigen Schweizer Filmfestivals unterschiedlicher Genres: 

  • Solothurner Filmtage (Januar)
  • Schweizer Filmpreis (März)
  • Visions du Réel Nyon (April)
  • Filmfestival Locarno (August)
  • Cinéma Tous Écrans, Genf (September)
  • Kurzfilmtage Winterthur (November)

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Die SRG SSR garantiert eine schweizweite Abdeckung mit Radio- und Fernsehprogrammen: Die SRG sendet ihre Programme bis in die hintersten Bergtäler. Dies kommt teurer als die Abdeckung eines flachen Landes wie Dänemark – das übrigens trotz Einsprachigkeit und Topologie ähnlich hohe Gebühren kennt wie die Schweiz.

Mit den Radio- und Fernsehgebühren werden auch private Radio- und Fernsehsender unterstützt: Seit der Revision des Radio- und Fernsehgesetzes 2007 hat sich die wirtschaftliche Situation der Privatradios und der Regionalfernsehsender in der Schweiz verbessert. Ohne die öffentliche Unterstützung können sie längerfristig nicht überleben, so das Ergebnis der Publicom-Studie, die im Auftrag der Branchenverbände VSP, RRR und Télésuisse sowie des BAKOM erstellt wurde.

Die SRG SSR unterstützt bildende Einrichtungen: Dazu gehören Einrichtungen wie die Media-Factory im Verkehrshaus der Schweiz, das Museum für Kommunikation, das Stapferhaus Lenzburg, den Verein Memoriav, die Schweizer Nationalphonothek, die Schweizer Journalistenschule MAZ oder das Centre Romand de Formation des Journalistes (CRFJ).

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Die SRG SSR fördert Solidarität durch barrierefreies Fernsehen: Die SRG SSR fördert barrierefreies Fernsehen, indem sie ihren Sendungen Untertitelungen, Übersetzungen in Gebärdensprache oder eine Audio Description hinzufügt. Gemäss Leistungsvereinbarung werden ein Drittel aller SRG-Fernsehprogramme untertitelt. Darüber hinaus verfügen alle Webseiten der SRG über Zusatzfunktionen, so dass sie auch Menschen mit Handicap zugänglich sind. Die SRG betreibt ausserdem eine eigene Homepage, auf welcher Menschen mit Handicap und alle weiteren Interessierten wichtige Infos zu diesen Zusatzleistungen finden.

Die SRG SSR stellt die Qualität ihrer Programme sicher: Im Rahmen der kontinuierlichen Qualitätskontrolle wenden die Unternehmenseinheiten der SRG SSR verschiedene Methoden zur Qualitätssicherung an. Dazu gehören nebst Publikumsrat und Ombudsstelle auch Instrumente wie das Interne Monitoring oder die externe Aufsicht durch das BAKOM. Die einzelnen Programmbereiche zeichnen sich dabei durch Glaubwürdigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Relevanz und journalistische Professionalität aus.

Die SRG SSR setzt sich für Migration, Integration und kulturelle Vielfalt ein: Die SRG ist unter anderem Kooperationspartner von internationalen Einrichtungen, welche sich mit Themen wie Migration, Integration und kulturelle Vielfalt im Medienbereich auseinandersetzen. So zum Beispiel der CIVIS Medienstiftung oder dem BaKaForum.

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Die SRG SSR garantiert die Grundversorgung mit Radio- und Fernsehempfang auch in Krisensituationen: Dank ihrer Struktur als nationales Unternehmen ist sichergestellt, dass die SRG SSR die Bevölkerung auch in ausserordentlichen Situationen informieren kann. Sind konkrete Verhaltensanweisungen an die Bevölkerung nötig, so können die Behörden eine Alarmmeldung (Informationssystem Icaro) in die Wege leiten. Bei schweren Krisen ist die SRG SSR das offizielle Informationsorgan des Bundesrates. Zu diesem Zweck verfügt die SRG SSR über ein Notsendernetz: Falls sie nicht mehr in der Lage ist, ihre regulären Programme herzustellen und zu verbreiten, produzieren ihre Journalistinnen und Techniker ein dreisprachiges Radio-Notprogramm unter der direkten Verantwortung des Bundes.

Die SRG SSR gewährt dem Schweizer Sport und Schweizer Sportlern oberste Priorität: In ihren Radio- und Fernsehprogrammen berichtet die SRG SSR regelmässig über mehr als 60 verschiedene Sportarten. Und mit ihrer Sportstrategie ist sie bestrebt, in Radio und Fernsehen täglich ein attraktives, publikumswirksames und marktgerechtes Sportangebot anzubieten. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die SRG SSR mit dem folgenden Drei-Säulen-Modell:

  • Schweizer Sportlerinnen und Sportler zeigen
  • Über Sportveranstaltungen in der Schweiz berichten
  • Internationale Top-Events übertragen

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