Behind the Scenes 7. July 2017

«Öpis mit Medie»: Was macht ein/e Radiomoderator/in?

Wie lange bereitet sich Moderator Michel Birri auf seine «Hitparade»-Sendung vor und welche Anforderungen müssen Moderatoren für Radio SRF 3 mitbringen? Das und vieles mehr haben wir von Mario Torriani, Moderationsleiter bei Radio SRF 3 und Michel Birri an unserem «Öpis mit Medie» in Erfahrung gebracht. Wir haben für euch das Erlebte in Bild und Ton festgehalten.

 


Mit «Öpis mit Medie» hat SRG Insider 2013 eine Veranstaltungsreihe lanciert, bei welcher in regelmässigen Abständen die vielseitigen Berufe von SRF vorgestellt werden. Die Veranstaltungen richten sich sowohl an junge Leute, die in den vorgestellten Berufen Fuss fassen möchten, aber auch an diejenigen, die grundsätzlich medieninteressiert sind. Die vergangenen Veranstaltungen hatten die Berufe Musikredaktor/inVideojournalist/inFernsehregisseur/inSportkommentator/inMultimediajournalist/inBundeshausredaktor/in,Interaction DesignerRadiomoderator/inInlandkorrespondent/inGameredaktor/in,Community Developer und Digital Storyteller zum Thema. Die nächste Veranstaltung ist im Sommer 2017 geplant. Infos dazu findest du zu gegebener Zeit auf srginsider.ch.


Fotos: Urs Rey
Video: Christina Brun

Kommentare (1)

  1. Ulrich Zauner: Jul 12, 2017 at 02:00 PM

    Habe einen möglichen "Konkurrenten" für Mona gefunden, lol, lies mal die Story

    Es war im Regen …
    Einmal Filisur-Tirano und retour
    von
    Ulli Zauner

    Streng genommen sollte ich mit dem Wettergott hadern, wäre da nicht eine schöne Natur und eine angenehme Bahnfahrt gewesen. Doch mal ganz von vorne:
    An meinem Anreisetag herrschte in Filisur noch perfektes Sommerwetter. Die Sonne knallte, der Wetterbericht warnte vor aufkommenden Gewittern. Egal, ich fahre ja erst in zwei Tagen mit dem Bernina-Express und bis dahin hat es sich hoffentlich tüchtig abgeregnet. Dachte ich zumindest, aber ich muss wohl meinen Teller nicht ganz ordentlich abgegessen haben, denn in der Nacht davor krachte es, blitzte es, der Regel prasselte heftigst vom Himmel.
    Natürlich trübt das die Vorfreude erheblich. Sollte ich aufgeben? Nein, das wäre mehr als dumm. Also fand ich mich pünktlich um 09 Uhr 10 am Bahnhof ein, leicht neugierig-unruhig ob bevorstehender Ereignisse.
    Was soll ich sagen? Sehr pünktlich und blitzsauber geputzt fuhr mein Zug ein. Flugs eingestiegen, Wagen 1 Platz 32, machte ich es mir gemütlich. Gleich nach der Abfahrt, höher steigend, der Regen war beinahe schon egal, genoss ich die kurze Aussicht auf Filisur, einen Ort, den man den meteorologischen Widrigkeiten zum Trotz einfach als malerisch bezeichnen muss.
    Ja, tief hingen die Wolken zwischen den Bergen. Da kam Bergün. Diese Aussicht war gleichfalls wieder wunderschön, nur die nette Michela als Zugbegleiterin nebst ihrer nicht minder freundlichen Kollegin toppten das noch ein wenig.
    Richtig spannend wurde die Fahrt durch das Albula-Tal. Ich versüßte mir die Fahrt mit einem Päckchen Totenbeinli, jener Engadiner Spezialität die man keinesfalls ignorieren sollte, ein schmackhafter kleiner Topper für unterwegs.
    Nun kamen wir von Höhepunkt zu Höhepunkt. Gleich hinter Pontresina begann eine abwechslungsreiche Natur. Regen hin, Regen her, gelegentlich verkrochen sich die Wolken leicht verschämt, gaben Einblicke auf Gletscher und schneebedeckte Bergkuppen frei. Meine Mitreisenden, Japaner und Amerikaner, wurden ganz ehrfürchtig und still. Wie mag so etwas erst bei Sonnenschein aussehen? Also das soll nicht meine letzte Fahrt mit der Rhätischen Bahn sein, das schwor ich mir.
    Alp Grüm, kurz halten und Fotostopp, der dann leider wirklich etwas weniger ergiebig war. Zufällig regnete es nämlich: Ach, was soll ich dazu noch sagen, es schüttete!!!
    Von nun an ging es talwärts, präzises Gefälle von 7%. Auffällig dabei, die Führung der Bahntrasse war unübersehbar eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Ganz nebenbei, immer wenn die Wolken etwas Sicht erlaubten, traumhafte Aussichten in die Täler. Nur einmal war ich wirklich sehr enttäuscht. Nämlich als wir das berühmte Kreisviadukt von Brusio befuhren. Klare Sicht, ohne Regen, hätten meine Kamera erfreut. Schon das ist eine Wiederholung der Reise wert!
    Tirano, gemäß der Aussage das Italien ein sonniges Land ist, muss das, was vom Himmel kam wohl flüssiger Sonnenschein gewesen sein. Nichtsdestotrotz ist eine kleine Weinprobe Pflichtprogramm. Fünf Minuten vom Bahnhof entfernt fand ich ein ansprechendes Restaurant. Ein lokaler Wein musste es schon sein. Veltliner, den ich bisher nur aus der Wachau als Weißwein (Grüner Veltliner) kannte, jetzt als Rotwein. Früher, ich möchte das mal kurz erwähnen, hatte dieser Wein keinen sehr guten Ruf, war z.B. der preiswerteste Wein der Schweiz. Sehr deutlich hatte sich seit dieser Zeit die Qualität erheblich gesteigert. Ich konnte einen wirklich exzellenten Veltliner genießen.
    Jetzt kommt das Highlight der Rückfahrt. Wieso Highlight? Wusste ich zu Anfang auch noch nicht. Es begann mit ein paar überlauten Berlinern in meinem Wagen. Glücklich machte mich das nicht gerade. Aber dann kam Martin, der Zugleiter! Flink, drahtig, humorvoll, freundlich und Herr Service schlechthin. Zuerst wollte er mir helfen bessere Filmaufnahmen zu bekommen, sprach vom rückwärtigen Teil des letzten Wagens (ich war schon im Wagen 12), dort wäre die Aussicht besser weil da weniger Regen auf die Scheiben kommt. Gefiel mir.
    Der Hit waren jedoch seine Ansagen über das Bordmikro. Keine seiner Gäste sollte leiden, nur weil es regnete. Kleines Beispiel gefällig? Links sehen Sie nun, weil wir gerade ein Wetterglücksloch haben, den Morteratschgletscher! Schauen Sie nur wie er glitzert, das sehen Sie bei Sonnenschein viel, viel schlechter … Oh Martin, das war meisterlich gesagt, wirkte auch tatsächlich stimulierend auf die gute Laune ein.
    Auch das Gewissen der Reisenden sprach er an. Wir befanden uns gerade auf dem Bernina-Pass, da kam die spektakuläre Ansage: Meine Damen und Herren, wir sind jetzt an der europäischen Wasserscheide. Links fließt das Wasser in das adriatische Meer und rechts in das Schwarze Meer. Falls nun jemand spontan auf die Toilette geht, muss er sich schnell entscheiden, welches Meer seine Hinterlassenschaften bekommt … DAS war allen Reisenden einen dicken Applaus wert. Fröhliche Stimmung machte sich breit.
    Charmant konnte er übrigens auch sein. Beim obligatorischen Fotostopp pflückte er flink einen dicken Strauch Alpenrosen, seine Mama hatte nämlich Geburtstag, was Martin aber nicht daran hinderte den Damen in der ersten Klasse jeweils eine Rose zu überreichen. Kam mehr als gut an, die Herzen flogen ihm zu. Die bekannte Schweizer TV-Moderatorin Mona Vetsch hat, so glaube ich, einen männlichen Konkurrenten bekommen. Liebe Mona, lad ihn doch mal ein, vielleicht ergibt sich daraus ein neues Dreamteam im TV oder Radio. Ich bin davon mehr als überzeugt.
    Fazit: Alle reden vom schlechten Wetter, die Rhätische Bahn verstand es aber dennoch das Beste daraus zu machen. Schön war´s allemal und ich komme wieder!
    Auf Wiederluegi!!!


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