Behind the Scenes 30. August 2016

So geht Mobile Reporting

Mobile Reportergeräte gibt es nicht erst seit gestern. Eine relativ neue und handliche Methode ist aber der Einsatz von Smartphones, um Sprach- und Filmaufnahmen zu machen. Angelo Zehr, Stagiare bei SRF News, und Felix Unholz von FM1 haben am SwissRadioDay 2016 ihre Tipps und Tricks zum Thema Mobile Reporting verraten.

Hilfreiche Recording-Apps

Wenn's schnell gehen muss, reicht zum Aufnehmen die vorinstallierte Sprachmemo-Applikation. Es gibt aber eine Menge Apps, die erweiterte Funktionen anbieten:

  • iRig Recorder: Mit dieser App lässt sich die Aufnahme bearbeiten – man kann Schneiden und einzelne Teile löschen. Es gibt auch einige Soundeffekte, mit denen sich die Aufnahme schneller, langsamer oder lauter machen lässt.
  • Hindenburg Field Recorder: Dieser ist – wie der Name schon sagt – feldtauglich! Es ist möglich, schon während der Aufnahme Marker zu setzen, die später den Schnitt erleichtern. Auch die Lautstärke lässt sich anpassen. Allerdings ist diese App mit rund 30 Franken eine relativ teure Aufnahme-App.
  • Roadcast: Sehr praktisch ist die Funktion, mit der man während der Aufnahme laufend neue Takes erstellen kann, die anschliessend einzeln abgespeichert werden können. Leider ist die App derzeit offiziell nur im amerikanischen App Store verfügbar.
  • Hokusai Audio Editor: Diese App eignet sich für Mehrspurschnitt. Vor allem auf dem iPad lassen sich unterwegs ganze Beiträge gestalten. Für das iPhone ist sie aber weniger empfehlenswert.
  • Luci Live: Eine App, die eine Live-Übertragung ins Studio möglich macht und sogar voraufgezeichnete Töne einspielen kann. Die Vollversion kostet jedoch mehrere 100 Franken.
  • Ferrite: In dieser App sind sowohl die Aufnahme- als auch die Mehrspurschnitt-Funktion vereint.

Hilfreiche Filming-Gadgets

Auch für Filmaufnahmen ist die integrierte Handykamera ein guter Anfang. Im Fall von modernen Smartphones liessen sich damit sogar Kinofilme drehen. Und beim iPhone kann man die Kamera mit einem Wisch nach links so einstellen, dass Zeitlupen- und Zeitraffer-Aufnahmen möglich sind. Dennoch gibt es das eine oder andere hilfreiche Gadget:

  • Ein Selfie-Stick oder ein Stativ.
  • Die App Filmic Pro: Sie ermöglicht es, die Schärfe, die Blende, den Weissabgleich und den Tonpegel anzupassen. Für Film-Anfänger ist sie zwar nicht gerade selbsterklärend – wenn man die wichtigsten Buttons jedoch kennt, lässt sich einiges rausholen.

Anfängerfehler sind normal, aber trotzdem mühsam und hin und wieder auch peinlich. Damit dir diese erspart bleiben, verraten Angelo und Felix dir die 7 schlimmsten Anfängerfehler und wie sie vermieden werden!

  • Felix Unholz und Angelo Zehr

    Felix moderiert beim Ostschweizer Radio FM1 und ist als Onlineredaktor beim Newsportal FM1Today tätig. Angelo ist Stagiaire bei @srfnews, Autor von «uf-de-gass.ch», Multimedia Produzent und Web‑Entwickler. Er füttert zudem regelmässig seinen Podcast «Journalismus Y» mit Themen von Service public bis zu Snapchat.

Text: Felix Unholz/Angelo Zehr/lc
Bild: colourbox.com

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